
Éric-Emmanuel Schmitt
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Verfasst am: 17. 07. 2009 [17:22]
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deeply
Moderator
Themenersteller
Dabei seit: 01.07.2009
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Hallo! Hat jemand bereits etwas von Éric-Emmanuel Schmitt gelesen? Ich bin vor etwa 2 Jahren auf E.E. Schmitt aufmerksam geworden. Meine erste Begegnung mit ihm als Autor hatte ich im "Das Evangelium des Pilatus", welches mich damals zwar zugegebenermaßen provozierte, aber ebenso faszinierte. Den schmalen Grat, den Schmitt in dieser Darstellung beschreitet, und bei dem ich ihn in jedem nächsten Augenblick zu stolpern wähnte, geht er (theologisch nachvollziehbar) virtuos bis ans Ende. Danach folgten weitere seiner Werke. Unter anderem "Mein Leben mit Mozart", "Die Schule der Egoisten" und "Oskar und die Dame in Rosa". Schmitt ist, wie ich finde, ein sehr interessanter zeitgenössischer Autor, der sich offen zum Christentum bekennt, aber nicht allein deswegen gelesen zu werden verdient. Eure Meinung würde mich interessieren. Zur Person: Schmitt ist elsässischer Abstammung. Seine Eltern waren beide Sportlehrer. Aufgewachsen mit der atheistischen Grundeinstellung seiner Eltern bekannte sich Schmitt nach Jahren als Agnostiker später zum Christentum. - more about Schmitt: Leben und Werk. quiet is the new loud.
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Verfasst am: 18. 07. 2009 [00:11]
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MagisterLudi
Member
Dabei seit: 14.07.2009
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Ich las "Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran". Ein wirklich charmantes Werk, daß seine vielen Leser sicherlich dadurch spirituell angezogen hat, daß die Hauptfigur ein Sufi ist - also der Angehörige einer mystischen, kontemplativen Spielart des Islam. Mit der Weite und Besinnlichkeit mytischer Bewegungen kann der postmodern geprägte Mensch meiner Beobachtung nach verhältnismäßig viel anfangen, da es ihn in einen lehrfreien Raum zieht, den er - auf der Grundlage seiner eigenen Empfiundungen - selbst mit Sinn füllen kann. Das ist keine Kritik, lediglich der Versuch einer Beschreibung. Dies macht sich Schmitt wohl zu Nutzen. Ist ihm gut gelungen, enthält für mich aber keine wirklich diskussionswürdige These. Dafür ist "Ibrahim" dann doch zu sehr mainstream-mäßig. [Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 18.07.2009 um 00:11.] Bitte verschont mich mit Akronymen, die mir das Leben erklären wollen!
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Verfasst am: 18. 07. 2009 [12:22]
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deeply
Moderator
Themenersteller
Dabei seit: 01.07.2009
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Salve MagisterLudi! "Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran" habe ich noch nicht gelesen. Hab allerdings vor Kurzem Buch (samt Film!) erstanden und bin also noch gespannt. Die Reihenfolge ist dabei klar: erst Buch, dann Film. "Monsieur Ibrahim" ist mit zwei weiteren Teil einer Trilogie über die großen Weltreligionen, wie man im Internet nachlesen kann. Die anderen beiden Titel dieser Trilogie sind: - Das Evangelium des Pilatus (Christentum) - Oskar und die Dame in Rose (Judentum) und besagter Roman: - Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran (Islam). quiet is the new loud.
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Verfasst am: 19. 07. 2009 [12:38]
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butterfly
Member
Dabei seit: 04.07.2009
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Habe bisher drei Bücher von ihm gelesen. "Oskar und die Dame in rosa"... kann mich noch gut erinnern wie es mich am Ende zu Tränen gerührt hat... eine wunderschön erzählte Geschichte! An "Monsieur Ibrahim et les fleurs du coran" habe ich versucht mein französisch mal wieder zu aktivieren. Als ich es mir dann hinter auf deutsch nochmal zu Gemüte geführt habe, habe ich erst gemerkt wie witzig das Buch eigentlich ist. Danach habe ich mir auf einer Zugfahrt noch das Buch "Milarepa" angetan und muss sagen, dass mir leider jeglicher Sinn dahinter verschlossen blieb. Vielleicht wollte ich diese verworrene Geschichte über einen tibetischen Guru auch gar nicht verstehen. Naja, vielleicht muss man offen für den Esprit von anderen Religionen, in diesem Fall Buddhismus sein, wenn man sich mit dieser Art von Erzälung zu identifizieren sucht. So manch einer mag darin vielleicht seine Erleuchtung gefunden haben. Habe das Buch eher als pseudotiefsinnig empfunden. |
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Verfasst am: 22. 12. 2009 [10:26]
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deeply
Moderator
Themenersteller
Dabei seit: 01.07.2009
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@Milarepa: vielleicht nicht das stärkste seiner Bücher, da gebe ich dir recht, butterfly! Lese gerade von Schmitt "Als ich ein Kunstwerk war". Und wieder einmal gelingt eine atemberaubende Gratwanderung... Wie er das nur immer wieder macht! Man sieht sich schon gleiten - befürchtet die Seilschaft wird scheitern... doch Schmitt hält seinen Tritt! Vor kurzem sah ich auch die reizende Verfilmung von "Odette Toulemonde", charmante französische Komödie. quiet is the new loud.
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